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EQOS Energie reguliert Energiekreislaufsystem des neuen ÖBB-Wasserkraftwerkes in Obervellach

Damit Personen und Güter tagtäglich umweltfreundlich mit der Bahn transportiert werden können, benötigt die Bahn eine entsprechende Versorgung mit grünem Bahnstrom. Das neue ÖBB-Kraftwerkprojekt in Obervellach (Kärnten) leistet künftig einen wichtigen Beitrag dazu, dass dieser Strom weiterhin aus einer nachhaltigen Energiequelle – der Wasserkraft – gewonnen werden kann. Dazu werden die zwei bestehenden Kraftwerke Obervellach I und Lassach nach über 90 bzw. über 110 Jahren Betrieb stillgelegt. Künftig wird das Kraftwerk Obervellach II den Bahnstrom erzeugen. Das Wasser des Mallnitz- und des Dösenbaches wird gefasst und über einen knapp vier Kilometer langen Triebwasserstollen mit ca. drei Meter Durchmesser einem 60.000 Kubikmeter fassenden unterirdischen Speicherstollen zugeführt. Zudem betreibt das Wasser des Kaponigbaches über eine Druckrohrleitung ein 50 Hertz Kleinwasserkraftwerk für den Eigenbedarf, bevor es auch dem Speicherstollen zugeführt wird. Damit kann die nachhaltige Energieerzeugung am Standort Obervellach gegenüber heute um mehr als 35 Prozent gesteigert werden.

EQOS Energie sorgt für lebenswichtiges Energiekreislaufsystem des Kraftwerks

Die EQOS Energie Österreich GmbH wurde von den ÖBB Infrastruktur AG mit dem gesamten Aufbau der 50 Hertz Eigenbedarfsversorgung der neuen Anlage beauftragt. „Als Umsetzer der Eigenbedarfsversorgung sind wir sozusagen für den ‚Blutkreislauf‘ der Anlage verantwortlich“, erklärt Markus Mairhofer, Leiter des zuständigen EQOS Energie Profit Centers Umspannwerke Österreich Mitte. „Wir bauen die ‚Blutbahnen‘, also die Stromzuflüsse, die wir auf allen Ebenen miteinander vernetzen. Damit wird die permanente Stromversorgung aller im Kraftwerk benötigten Antriebsanlagen und Geräte – quasi der Organe des Kraftwerks – gewährleistet.“ Analog zu einem Internisten in der Medizin muss das Expertenteam von EQOS Energie die unterschiedlichsten Bereiche des Kraftwerkssystems kennen, behandeln, den Kreislauf regulieren und aufrechterhalten.

Breites technisches Aufgabengebiet erfordert komplexe Vernetzungsarbeit

Der mit zwei Millionen Euro dotierte Bauauftrag beinhaltet die Planung und Umsetzung von 20 kV-Schaltanlagen mit 28 Kilometer Verkabelung, Transformatoren, Niederspannungshauptverteilungen, Gebäudetechnik und Blitzschutz sowie die elektrotechnische Gesamtdokumentation. „Besonders spannend an diesem Projekt ist die Vielfältigkeit der technischen Aufgaben sowie die Anforderungen, die sich aus der geografischen Lage des Kraftwerkprojekts ergeben“, betont Mairhofer. „Wir arbeiten an sechs verschiedenen Standorten, aufgeteilt auf drei Nebentäler des Mölltals, Großteils in Stollen und gebirgigem Gelände. Da kann eine vermeintlich einfache Aufgabe wie beispielsweise eine Kabeltrommel dorthin zu transportieren, wo sie benötigt wird, schon eine echte Herausforderung sein.“

Umfassende Fachexpertise und transparente Kommunikation

EQOS Energie ist einer der führenden Dienstleister komplexer Netzinfrastrukturen. Aufgrund langjähriger Erfahrung sowie umfassender Fachexpertise verfügt das Unternehmen über ein breit aufgestelltes SpezialistInnen-Team. Uwe Trampnau, Geschäftsführer bei EQOS Energie und Leiter der Business Unit Energietechnik, streicht die besonderen Qualitäten der Projektleitung hervor: „Das Team zeichnet sich nicht nur durch fachspezifisches Know-how aus, das es bereits in vielfältigen Projekten rund um Energieerzeugungsanlagen bewiesen hat. Deren besondere Stärke liegt in der transparenten Kommunikation mit dem Kunden – von Angebotserstellung bis Abschluss.“

Im Mai 2022 starten die Montagearbeiten für das Krafthaus in Obervellach. Im vierten Quartal des Jahres beginnt der Aufbau der sogenannten „Außenstationen“ und des Mittelspannungsnetzes. Der Probebetrieb der Gesamtanlage ist für das Frühjahr 2024 vorgesehen. Dazu Trampnau: „Zu unseren Kernkompetenzen gehören die Tätigkeiten im Bereich Energieerzeugung, mit denen wir Kraft- bzw. Umspannwerke oder Elektroanlagen zukunftsfit machen. Wir freuen uns auf die Umsetzung dieser verantwortungsvollen Aufgabe und darauf, die ÖBB bei der Erzeugung von sauberem Bahn-Strom maßgeblich unterstützen zu können.“


Fotos: ÖBB