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EQOS Energie tauscht Freileitungsmast im Stausee

Spezialprojekt im Schwarzwald für Kunden NetzeBW erfordert Helikoptereinsatz

EQOS Energie ist vom Energieversorger NetzeBW beauftragt, einen inmitten des baden-württembergischen Stausees Schwarzabruck gelegenen 110 kV-Freileitungsmast auszuwechseln. Für den Tausch des gesamten Mastes ist die Abschaltung der beiden 110 kV-Stromkreise erforderlich. Herausforderung des Projekts ist die spezielle Lage: Rund 15 Meter vom Ufer entfernt im See der Schwarzatalsperre. Das Mastunterteil wurde bereits in 2018 parallel zu Wartungsarbeiten an der Staumauer montiert. Damals wurde der komplette See abgelassen, weshalb die Montage überhaupt nur möglich war. Zugänglich ist der Mast seit dem nur über einen schmalen Steg.

Schwerlast macht Helikoptereinsatz notwendig

Für die Montage der Mastoberteile wird ein Helikopter eingesetzt, da die übliche Vorgehensweise unter Zuhilfenahme eines Autokrans in Folge der besonderen Gegebenheiten nicht möglich ist. Beim Tausch nehmen die Experten von EQOS Energie zunächst die Leiterseile und das Erdseil ab, so dass der alte Mast „frei“ wird. „Die neuen, insgesamt ca. 20 Tonnen schweren Mastteile, werden am 500 Meter entfernten Helikopterlandeplatz schussweise – unter einem „Schuss“ versteht man in der Freileitungstechnik ein „Mastzwischenteil“ – vormontiert und bereitgelegt. Die schwer zu bewegenden Lasten von bis zu fünf Tonnen erfordern ein geeignetes Fluggerät und eine hohe Fachexpertise bei den Arbeiten. Zu diesem Zweck hat EQOS Energie ein Spezialunternehmen als Subdienstleister damit betraut, die Lasten vom und zum Montageort zu fliegen“, erläutert Dieter Walber, Leiter Profit Center Luxemburg in der Business Unit Freileitungsbau bei EQOS Energie.

Vormontage erfolgt an Land

Bei den Arbeiten im vergangenen Jahr wurde das Fundament der Staumauer umfangreich verstärkt. Hierzu wurden 400 Kubikmeter Beton verbaut, der von rund 40 Betonmischfahrzeugen in das Becken des Stausees angefahren wurde. In diesem Zuge montierte EQOS Energie den neuen Mastfuß. Um bei dem jetzigen Mastaustausch jegliche Verzögerungen während des Flugeinsatzes zu vermeiden, wurden in 2018 ebenfalls schon die Verbindungsmittel am alten Mast durch neue ersetzt. So kann heute ausgeschlossen werden, dass sich Verbindungen nicht oder nur sehr schwer lösen lassen, während der Helikopter über dem Mast schwebt. Bei den Arbeiten besetzen die Monteure von EQOS Energie zunächst den Mast und schlagen die Halteseile an, damit der Helikopter die alten Schüsse zum Landeplatz fliegen kann. Nach der Demontage des Masts werden die neuen Teile eingeflogen, und direkt angebracht. Abschließend werden sowohl die Leiterseile als auch das Erdseil wieder übernommen.