Sprache wählen:

EQOS Energie führt HTLS-Freileitungsarbeiten für ELIA Group aus

Modernisierung von rund 60 Kilometern Freileitungsstrecke zwischen Belgien und Frankreich

Luxemburger Experten von EQOS Energie haben den Zuschlag für eine der umfassendsten Freileitungs-Erneuerungsarbeiten der ELIA Group – einem der größten europäischen Übertragungsnetzbetreiber im Energiesegment – erhalten. Unter dem Projektnamen „Horta“ wird EQOS Energie erstmalig für die in Belgien ansässige ELIA Group im Bereich der HTLS-Freileitungstechnik tätig. Dabei wird eine insgesamt rund 60 Kilometer lange Strecke zwischen Belgien und Frankreich mit 400 kV-HTLS-Freileitungen (High-Temperature-Low-Sag-Leiterseilen) ausstatten. EQOS Energie trägt dabei die Gesamtverantwortung für die Planung, Konstruktion, Montage und funktionsfähige Inbetriebnahme von zwei der insgesamt vier Projektparzellen, die sich über 6 Kantone ausstrecken. Durch den Austausch der regulären Freileitungen gegen HTLS-Freileitungen, deren Spannweite nicht von der Temperatur des Kabels abhängt, profitiert die ELIA Group zukünftig von einer sichereren, stabileren und leistungsfähigeren Energietransmission. Damit trägt EQOS Energie zu deren umfassenden Modernisierungsprozess und zur verbesserten Netzqualität der gesamten Region bei. Das Projekt startet mit November 2019 und wird voraussichtlich mit April 2021 finalisiert werden.

Virginie Delattre, Leiterin des Profit Centers Freileitungsbau bei EQOS Energie in Luxemburg: „In der Vergangenheit haben wir für die ELIA Group bereits zahlreiche Freileitungsbauprojekte umgesetzt. Das Projekt „Horta“ ist für uns eine spannende, länderübergreifende Möglichkeit, unsere Expertise in der HTLS-Freileitungstechnik einzubringen. Herausfordernd ist dabei jedoch der kurze Zeitrahmen. Pro Parzelle haben wir nicht länger als 24 Wochen Zeit (d. h. zweimal zwölf Wochen Ausfall, aus Gründen der Aufrechterhaltung der Netzstabilität). Das ist eine sehr knappe Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass bei jeder Parzelle sechs separate Roll-out-Phasen notwendig sind. Deshalb setzen wir hier auf perfekte Planung und Koordination sowie Kernteams und Experten Know-how, das sich optimal ergänzt.“

400 kV-HTLS-Leitungen: Ein starkes Transitpotential durch höhere thermische Resistenz

Der Vorteil der 400 kV-HTLS-Leitungen gegenüber herkömmlichen Freileitungen liegt dabei in ihrer deutlich höheren elektrischen Transitkapazität. Dank ihres Carbonkernes und der Aluminiumverkleidung halten diese wesentlich höheren Temperaturen stand. In der Tat ist es so, dass die HTLS-Kabel sich weniger ausdehnen als dies bei regulär verwendeten Freileitungstypen der Fall ist und sich dadurch der Abstand zwischen den Kabeln und den Hindernissen verringert, selbst bei hohen Temperaturen.

Die Projektausführung zum Freileitungstausch durch EQOS Energie erfolgt dabei in drei Phasen. Ab November 2019 starten sämtliche Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Tausch der bestehenden Leitungskabel gegen 400 kV-HTLS-Freileitungen. „Die Arbeiten des Kabelaustausches des Loses 5 erfolgen bereits von März bis November 2020. Die 2. Ausführungsphase erstreckt sich von Juli bis September 2021. Jede Roll-out-Phase muss mit größter Präzision organisiert werden, damit die Folgearbeiten reibungslos und optimal ineinander abgestimmt ablaufen können“, so Delattre.