Sprache wählen:

Zuschlag erhalten: EQOS Energie erneuert und erweitert Anlagen im Umspannwerk Conneforde

TenneT TSO vergibt den Ersatzneubau der 380/220/110 kV-Elektroumspannanlage Conneforde

EQOS Energie errichtet für die TenneT TSO GmbH den Ersatzneubau des Umspannwerks Conneforde im Rahmen des Netzausbaus im Gebiet Weser/Ems. Das insgesamt vier Anlagen umfassende Gesamtprojekt wird bis Ende November 2023 fertiggestellt. Während der Bauzeit werden bestehende Freileitungen umgeschwenkt und teilweise von 220 kV auf 380 kV umgestellt. Damit konnte sich EQOS Energie nach dem Auftrag des Umspannwerks Würgau im Januar diesen Jahres das zweite größere Projekt 2020 bei der TenneT TSO im Bereich Schaltanlagenbau sichern.

Das Umspannwerk Conneforde – zwischen Bremen und Wilhelmshaven gelegen – ist ein wichtiger Knotenpunkt des deutschen Stromnetzes. Dafür zuständig sind der Höchstspannungsnetzbetreiber (380 kV-Spannungsebene) TenneT TSO GmbH sowie die für das Hochspannungsnetz (110 kV-Spannungsebene) verantwortliche Avacon Netz GmbH.

Umfassende Erneuerungen für die Energiewende

Die politischen Rahmenbedingungen zielen in Deutschland auf den starken Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen. Das hat wiederum Auswirkungen auf das Stromnetz, weshalb sowohl Leitungen als auch Umspannwerke – wie in Conneforde – ausgebaut werden müssen. Während der Ersatzneubau der im Besitz von Avacon befindlichen 110 kV-Anlage des Umspannwerks Conneforde bereits durch EQOS Energie durchgeführt wird, erteilte TenneT TSO nun den Zuschlag zur Erneuerung und Erweiterung ihrer dortigen Anlagen ebenfalls an EQOS-Energie. Das bisherige Umspannwerk arbeitet auf folgenden Spannungsebenen: einer 110 kV-, einer 220 kV- sowie zwei 380 kV-Anlagen. EQOS Energie baut dabei drei neue Trafofelder in die 110 kV-Elektroumspannanlage und bindet sie ins Netz ein. Im Bauabschnitt der 220 kV-Anlage werden zunächst einzelne Felder zurückgebaut, bevor der Neubau der Schaltfelder beginnen kann. Anschließend wird die 380 kV-Anlage Conneforde in Teilbauabschnitten erneuert. Dort findet zunächst die Umschwenkung der zwei Leitungen in die neue 220 kV-Anlage statt. Im nächsten Abschnitt werden teilweise Sammelschienen demontiert und die 220 kV-Verbindung getrennt, ehe die Schaltfelder neu errichtet werden. Bei der anderen, mit der 380 kV-Anlage Conneforde verbundenen 380 kV-Anlage Conneforde Ost, werden parallel in Teilabschnitten Sammelschienen und die Umgehungsschiene demontiert. Zudem erfolgt der Rückbau zweier Trafofelder. Erst danach kann der Neubau von neun Schaltfeldern in Teilbauabschnitten starten, damit die gesamte Anlage bis Ende November 2023 gemäß der Anforderungen an die erneuerbaren Energien ertüchtigt werden kann.

EQOS Energie koordiniert dabei alle Gewerke und wird mit bis zu 14 Kollegen gleichzeitig vor Ort sein. Wladimir Haak, zuständiger Profit Center Leiter Umspannwerke/HS Deutschland Nord und sein Team freuen sich über den gewonnenen Auftrag für die Business Unit Energietechnik: „Durch die Erneuerungsarbeiten ermöglicht EQOS Energie beiden Auftraggebern mehr Versorgungs- und Betriebssicherheit bei der Stromversorgung und bringt das Umspannwerk Conneforde auf den neuesten Stand der Elektrotechnik. Für uns ist das Projekt so besonders, weil wir unsere Kompetenz in allen Spannungsebenen über einen langen Zeitraum hinweg unter Beweis stellen können.“

Die Um- und Ausbauarbeiten dienen der Energiewende: So kann zusätzlicher Strom, den vor allem Windenergie-Anlagen produzieren, aufgenommen und zum Verbraucher geleitet werden.